E-Lok – Belgien SNCB

Das belgische Eisenbahnnetz gilt als eines der dichtesten der Welt. Betrieben wird es primär von der staatlichen Eisenbahngesellschaft SNCB (französisch: Société Nationale des Chemins de fer Belges) bzw. NMBS (niederländisch: Nationale Maatschappij der Belgische Spoorwegen).


SNCB E-Lok 1503 -Aufnahme Werner Schwan

Die E-Lok 1503 der belgischen Staatsbahn (NMBS/SNCB) ist eine legendäre Mehrsystemlokomotive, die heute als wertvolles Museumsstück erhalten wird.
Sie war eine der ersten Dreisystem-Lokomotiven weltweit. Das bedeutet, sie konnte unter drei verschiedenen Stromsystemen fahren:
3.000 V Gleichstrom (Belgien)
25.000 V Wechselstrom (Frankreich)
1.500 V Gleichstrom (Niederlande)

SNCB E-Lok 1503 – Aufnahme Werner Schwan


SNCB E-Lok 2722 - Aufnahme Werner Schwan

SNCB E-Lok 2722 – Aufnahme Werner Schwan

SNCB E-Lok 2740 - Aufnahme Werner Schwan

SNCB E-Lok 2740 – Aufnahme Werner Schwan

Beide Lokomotiven gehören zur Reihe 27 der belgischen Staatsbahn (SNCB/NMBS), die zwischen 1981 und 1984 gebaut wurde. Während sie mechanisch und in ihrer Grundleistung identisch sind, unterscheiden sie sich durch ihre Modernisierungen für den Wendezugbetrieb:

Lok 2722: Sie gehört zum Standard-Baulos der Reihe 27. In ihrem ursprünglichen Zustand war sie nicht für die Steuerung von modernen Doppelstockzügen (M6-Wagen) im Verbund mit einer zweiten Lokomotive optimiert.

Lok 2740: Sie gehört zu dem Teil der Serie (Nummern 2742 bis 2760 sowie einige nachgerüstete Maschinen im Bereich ab 2730), die mit MUX (Multiplex-Steuerung) ausgerüstet wurden.

Beide Maschinen gehören mittlerweile zur auslaufenden Generation. Da die SNCB flächendeckend auf das Sicherheitssystem ETCS umstellt und viele neue M7-Triebzüge in Dienst gestellt hat, wurden die meisten Loks der Reihe 27 in den letzten Jahren schrittweise ausgemustert oder in die Reserve verschoben.


SNCB E-Lok 2612 - Aufnahme Werner Schwan
NCB E-Lok 2612 – Aufnahme Werner Schwan

Die Lok 2612 war fast ihr gesamtes Leben lang im Güterverkehr tätig. Ein markanter Einsatzschwerpunkt war der Hafen von Antwerpen sowie die Strecke über den Montzen-Korridor nach Aachen.
Die 2612 wurde oft zusammen mit einer anderen Lok der Reihe 26 oder der Reihe 23 eingesetzt, um schwere Erzzüge zu ziehen.
Die gesamte Reihe 26 wurde bis Ende 2011 aus dem aktiven Dienst genommen, da sie durch modernere Loks der Reihe 18 (Siemens) ersetzt wurde.

Die Lokomotive 2612 wurde nach ihrer Ausmusterung verschrottet.